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Maßnahme Fre-A-01

Biodiversität: Zum Erhalt der Biodiversität im Außenbereich sollte dieser weitgehend von (baulichen) Einwirkungen verschont bleiben und primär der Innenbereich zu Siedlungszwecken genutzt werden.

Art der Maßnahme:

  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: langfristig (iLangfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann langfristig, d. h. innerhalb von einigen Jahren oder Jahrzehnten umgesetzt werden, weil erhebliche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme erhebliche Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur sehr langsam veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Veränderung der Siedlungsstruktur).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Landesverwaltungsamt
  • Forsten
  • Grünflächen
  • Liegenschaften
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung
  • Landesanstalt für Großschutzgebiete
  • Landesumweltamt
  • Landschaftsbehörde
  • Landwirtschaftsamt
  • Landwirtschaftskammer
  • Umwelt- und Naturschutzverbände
  • Landesnationalparkamt
  • Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung
  • Landschaftsbehörde
  • Landwirtschaftsamt
  • Landwirtschaftskammer
  • Forsten
  • Grünflächen
  • Liegenschaften
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Landesanstalt für Großschutzgebiete
  • Landesumweltamt
  • Landesverwaltungsamt
  • Umwelt- und Naturschutzverbände
  • Landesnationalparkamt

Umsetzungsansätze

Einfacher Bebauungsplan

Die komplexen Bedingungen und die hohe rechtliche Bedeutung qualifizierter Bebauungspläne münden in differenzierte und enge Festsetzungen, die schon nach kurzer Zeit überholt sind. Einfache Bebauungspläne werden vor allem aus Gründen der Verfahrensvereinfachung oder auch aufgrund der hohen Komplexität bebauter Gebiete gelegentlich zur Überplanung bereits bebauter Gebiete aufgestellt und sind in verschiedenen Einsatzbereichen zur Anpassung an den Klimawandel denkbar (Neuaufstellung eines einfachen Bebauungsplans im bislang unbeplanten Innenbereich oder beplanten Außenbereich; Änderung eines qualifizierten Bebauungsplans durch einen einfachen Bebauungsplan). [mehr]

Baurecht auf Zeit, Städtebauliche Verträge

Steuerung der klimaangepassten, städtebaulichen Entwicklung und Ordnung am Beispiel von städtebaulichen Verträgen, Stadtumbaumaßnahmen und in Anwendung des Baurechts auf Zeit (zeitlich aufeinanderfolgende Nutzungen). [mehr]

Backcasting

Das „Backcasting“ (Zurückblenden) als Methode greift die normative Komponente der Szenarioentwicklung heraus, bei der die Frage gestellt wird, welche Entscheidungen notwendig sind, um ein bestimmtes Anpassungsziel zu erreichen. Es geht beim Backcasting weniger darum, Aussagen über mögliche zukünftige Zustände zu erhalten, sondern vielmehr darum, bereits jetzt gestaltend auf diese Zustände einzuwirken, indem die Umsetzbarkeit und Rahmenbedingungen von Strategiezielen abgebildet werden. [mehr]

BauGB-Klimaschutznovelle

Die Klimaschutznovelle als städtebauliche Dimension der Klimaanpassung (Aufnahme der sogenannten Klimaschutzklausel), Klarstellung von unbestimmten Sachverhalten (Anpassung an und Schutz des Klimas ist damit eine städtebauliche Aufgabe). [mehr]

Flächenkreislaufwirtschaft

Die Flächenkreislaufwirtschaft hat vorrangig und systematisch die Ausschöpfung der bestehenden Flächenpotenziale im Bestand zum Ziel und lässt nur unter bestimmten Bedingungen die Inanspruchnahme neuer Flächen zu. Die Ansätze zur Brachflächenaktivierung bzw. Rückbau/Renaturierung sind hinsichtlich ihrer Flexibilität unter sich ändernden Rahmenbedingungen wie dem Klimawandel zu diskutieren. Besondere Potenziale bieten sich vor allem im Hinblick auf Verlagerungen von Nutzungen oder die Suche nach alternativen Standorten. [mehr]

Indikatorengestütztes Monitoring

Um den Belangen der klimaresilienten Entwicklung das ihrer besonderen Bedeutung entsprechende Gewicht bei der planerischen Bewertung und Entscheidung zukommen zu lassen, bedarf es eines Kataloges von Qualitätszielen, die anhand von Indikatoren möglichst quantifizierbar sein sollen. Dabei liefern Qualitätsziele und Indikatoren Maßstäbe für die Zustandsanalyse, die Prognose, die Bestimmung des geplanten Zustandes, die Abschätzung von Planalternativen sowie für die Erfolgskontrolle und können somit integraler Bestandteil der Stadtentwicklung sein. [mehr]

Konzept der sequenziellen Realisierung von Planinhalten

Das Problem der Schätzung von Wahrscheinlichkeiten künftiger klimawandelbezogener Ereignisse soll verringert werden, indem in der Planung nicht von einem einzigen wünschenswerten Endzustand ausgegangen wird. Es werden vielmehr eine Reihe suboptimaler möglicher Endzustände vorweggedacht, die nach einer initiierenden Entscheidung überhaupt noch erreichbar sind. Die weiteren Entscheidungsstufen werden offen gehalten und dann ausgeführt, wenn Dringlichkeit besteht bzw. die Unsicherheit der Informationen überwunden ist („Wenn-dann-Relationen“). [mehr]

Zwischennutzungen

Zwischennutzungen können dazu dienen, Flächen mit unsicherer Realisierungsperspektive einer sinnvollen temporären Nutzung zuzuführen oder unter unsicheren Rahmenbedingungen eine Fläche zwischenzeitlich einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, bis eine gesicherte Entscheidungsgrundlage vorhanden ist. Hier bieten sich beispielsweise temporäre Parkkonzepte oder auch zeitlich befristete bauliche Vorhaben an, um insbesondere bei öffentlichen Flächen den Verwertungsdruck zu reduzieren und Brachflächen im Stadtbild zu vermeiden. [mehr]

Synergien und Konflikte

SynergienKonflikte
  • Eine verstärkte Innenentwicklung unterstützt den Ausbau energieeffizienter, kompakter Strukturen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung unterstützt das Leitbild der Stadt der kurzen Wege
  • Eine verstärkte Innenenwicklung unterstützt das Leitbild der Stadt der kurzen Wege
  • Eine verstärkte Innenentwicklung erhöht die Effizienz des Radverkehrs
  • Wasserflächen übernehmen oft wichtige Lebensraum- und Korridorfunktionen in einem Biotopverbund
  • Eine verstärkte Innenentwicklung vermindert die Zerschneidung funktionaler Biotopverbindungen im Außenbereich
  • Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dienen dem Erhalt der Biodiversität
  • Eine verstärkte Innenentwicklung vermindert die Zerschneidung und den Verlust von Lebensräumen im Außenbereich
  • Die Bekämpfung gebietsfremder Problemarten dient auch dem Schutz der heimischen Flora und Fauna
  • Hecken übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen und dienen dem Erhalt der Biodiversität im Außenbereich
  • Uferrandstreifen übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen und dienen dem Erhalt der Biodiversität im Außenbereich
  • Vermeidung der Außenentwicklung unterstützt auch Abnahme des Verkehrsaufkommens und damit Klimaschutz.
  • Eine verstärkte Innenentwicklung gefährdet bestehende Grün- und Freiflächen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung gefährdet bestehende Kaltluftentstehungsgebiete
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit für thermische Entlastungsgebiete
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit für thermische Entlastungsgebiete
  • Eine verstärkte Innenentwicklung gefährdet bestehende Grün- und Brachflächen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit großflächiger Grün- und Brachflächen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung gefährdet offene Wasserflächen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit für offene Wasserflächen
  • Eine verstärkte Innenentwicklung kann zu einem Erhalt baulicher Anlagen in hochwassergefährdeten Bereichen führen.
  • Literatur

    Bizikova, Neale and Burton (2008): Canadian Communities' Guidebook for Adaptation to Climate Change. Including an approach to generate mitigation co-benefits in the context of sustainable development. First Edition. Environment Canada and University of British Columbia, Vancouver.

    Greater London Authority (Hg. 2008): The London Climate Change Adaption Strategy. S. 79. London.

    Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

    Schutz der biologischen Vielfalt (§ 1 Abs. 2 BNatSchG)
    Sparsamer Umgang mit Grund und Boden (§ 1a Abs. 2 BauGB)
    Flächen, die von der Bebauung freizuhalten sind (§ 9 Abs. 3 Nr. 10 BauGB)
    Bauen im Außenbereich (§ 35 BauGB)