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Maßnahme Men-A-03

Thermische Entlastung: Förderung der Entwicklung von Kaltluftentstehungsgebieten (Wiesen, Felder, Brachland, Gartenland)

Art der Maßnahme:

  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: mittelfristig (iMittelfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann mittelfristig, d. h. innerhalb von einigen Monaten oder Jahren umgesetzt werden, weil Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur mittelfristig veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Tätigung von Investitionen).) mit hohem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit hohem Kostenaufwand:Erhebliche finanzielle Mittel notwendig (über 100.000 EUR), die eine langjährige Finanzplanung notwendig machen (größere Investitionen in Infrastruktur, langfristige personalbezogene Maßnahmen, Entschädigungsleistungen usw.).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Gesundheit
  • Baubetriebshof
  • Forsten
  • Grünflächen
  • Sport
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Immissionsschutz
  • Bodenschutzbehörde
  • Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung
  • Architektenkammer
  • Deutscher Wetterdienst
  • Landesanstalt für Großschutzgebiete
  • Landesumweltamt
  • Landschaftsbehörde
  • Landwirtschaftskammer
  • Nachbargemeinden
  • Sportverbände
  • Umwelt- und Naturschutzverbände
  • Wasserbehörde
  • Bodenschutzbehörde
  • Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung
  • Gesundheit
  • Landschaftsbehörde
  • Landwirtschaftskammer
  • Wasserbehörde
  • Baubetriebshof
  • Forsten
  • Grünflächen
  • Sport
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Immissionsschutz
  • Architektenkammer
  • Deutscher Wetterdienst
  • Landesanstalt für Großschutzgebiete
  • Landesumweltamt
  • Nachbargemeinden
  • Sportverbände
  • Umwelt- und Naturschutzverbände

Umsetzungsansätze

Einfacher Bebauungsplan

Die komplexen Bedingungen und die hohe rechtliche Bedeutung qualifizierter Bebauungspläne münden in differenzierte und enge Festsetzungen, die schon nach kurzer Zeit überholt sind. Einfache Bebauungspläne werden vor allem aus Gründen der Verfahrensvereinfachung oder auch aufgrund der hohen Komplexität bebauter Gebiete gelegentlich zur Überplanung bereits bebauter Gebiete aufgestellt und sind in verschiedenen Einsatzbereichen zur Anpassung an den Klimawandel denkbar (Neuaufstellung eines einfachen Bebauungsplans im bislang unbeplanten Innenbereich oder beplanten Außenbereich; Änderung eines qualifizierten Bebauungsplans durch einen einfachen Bebauungsplan). [mehr]

Baurecht auf Zeit, Städtebauliche Verträge

Steuerung der klimaangepassten, städtebaulichen Entwicklung und Ordnung am Beispiel von städtebaulichen Verträgen, Stadtumbaumaßnahmen und in Anwendung des Baurechts auf Zeit (zeitlich aufeinanderfolgende Nutzungen). [mehr]

Backcasting

Das „Backcasting“ (Zurückblenden) als Methode greift die normative Komponente der Szenarioentwicklung heraus, bei der die Frage gestellt wird, welche Entscheidungen notwendig sind, um ein bestimmtes Anpassungsziel zu erreichen. Es geht beim Backcasting weniger darum, Aussagen über mögliche zukünftige Zustände zu erhalten, sondern vielmehr darum, bereits jetzt gestaltend auf diese Zustände einzuwirken, indem die Umsetzbarkeit und Rahmenbedingungen von Strategiezielen abgebildet werden. [mehr]

Multifunktionale Flächennutzung

Multifunktionale Nutzung bedeutet eine zeitlich parallele mehrfache Nutzung einer Fläche für unterschiedliche Bodennutzungen. Zugleich wird im Gegensatz zum Konzept der temporären Zwischennutzung (etwa einer Brachfläche) auf ein dauerhaftes Nebeneinander mehrerer Nutzungen abgestellt. [mehr]

BauGB-Klimaschutznovelle

Die Klimaschutznovelle als städtebauliche Dimension der Klimaanpassung (Aufnahme der sogenannten Klimaschutzklausel), Klarstellung von unbestimmten Sachverhalten (Anpassung an und Schutz des Klimas ist damit eine städtebauliche Aufgabe). [mehr]

Flächenkreislaufwirtschaft

Die Flächenkreislaufwirtschaft hat vorrangig und systematisch die Ausschöpfung der bestehenden Flächenpotenziale im Bestand zum Ziel und lässt nur unter bestimmten Bedingungen die Inanspruchnahme neuer Flächen zu. Die Ansätze zur Brachflächenaktivierung bzw. Rückbau/Renaturierung sind hinsichtlich ihrer Flexibilität unter sich ändernden Rahmenbedingungen wie dem Klimawandel zu diskutieren. Besondere Potenziale bieten sich vor allem im Hinblick auf Verlagerungen von Nutzungen oder die Suche nach alternativen Standorten. [mehr]

Synergien und Konflikte

SynergienKonflikte
  • Die Entwicklung von Kaltluftentstehungsgebieten befördert die Möglichkeiten von Wasserrückhalt in der Fläche
  • Kaltluftentstehungsgebiete übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen in einem Biotopverbund
  • Der steigende Nutzungsdruck erhöht den Bedarf nach einem Ausbau von Grün- und Freiflächen
  • Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können effizient eingesetzt werden, um Kaltluftentstehungsgebiete herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern
  • Kaltluftentstehungsgebiete übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen
  • Uferrandstreifen können als Kaltluftentstehungsgebiete wirken
  • Wohnortnahe Grün- und Freiflächen sind ein wichtiger Faktor für die Wohnqualität von Senioren.
  • Auf Grün- und Freiflächen bestehen oft bislang ungenutzte Biomassepotenziale.
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit für thermische Entlastungsgebiete
  • Bei schrumpfender Bevölkerung kann die Entwicklung öffentlicher Grünflächen zur finanziellen Belastung werden.
  • Literatur

    Bizikova, Neale and Burton (2008): Canadian Communities' Guidebook for Adaptation to Climate Change. Including an approach to generate mitigation co-benefits in the context of sustainable development. First Edition. Environment Canada and University of British Columbia, Vancouver.

    Dosch, F., Porsche, L., & P. Schuster (2008): Anpassung an den Klimawandel aus europäischer Perspektive. In: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 6/7. S. 381-394.

    European Environment Agency (2009): Regional climate change and adaptation - The Alps facing the challenge of changing water resources. No 9/2009. Kopenhagen.

    Feenstra et al. (1998): Handbook on Methods for Climate Change Impact Assessment and Adaptation Strategies. UNEP und vrije Universiteit Amsterdam. Amsterdam.

    Land Brandenburg (2008): Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Frankfurt (Oder).

    Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Wege zu einer Anpassungsstrategie. Düsseldorf.

    Stock, M. (Hrsg.) (2005): KLARA: Klimawandel - Auswirkungen, Risiken, Anpassung. PIK, Potsdam.

    Umweltbundesamt (2006): Anpassung an Klimaänderungen in Deutschland. Dessau.

    Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

    Regelmäßiger Umweltzustandsbericht (§ 5 Abs.2 Nr.5 BauGB)
    Darstellung von Flächen für die Landwirtschaftund Wald (§ 5 Abs.2 Nr.9a und b BauGB)
    Darstellung von Ausgleichsflächen (§ 5 Abs.2 Nr.10 BauGB)
    Erhaltungsgebot des Waldes aufgrund seiner klimatischen Funktion  (§ 2 Abs. Nr. 6 und 10 BNatSchG)
    Festsetzung der nicht überbaubaren Grundstücksfläche  (§ 9 Abs.1 Nr.2 BauGB)
    Festsetzung der Flächen, die von Bebauung freigehalten werden sollen (§ 9 Abs.1 Nr.10 BauGB)
    Festsetzung von Flächen für die Landwirtschaft und Wald (§ 9 Abs.1 Nr.18 BauGB)