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Maßnahme Tec-K-02

Ertüchtigung Entsorgungsinfrastruktur: Um das Ausmaß der Folgen von Niederschlägen zu minimieren, sollten die Möglichkeiten der Regenwasserversickerung intensiv genutzt und überprüft werden

Art der Maßnahme:

  • Investive Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung mit direkten Ausgaben verbunden ist (entweder durch Investitionen oder durch die Einrichtung von Förderinstrumenten)
  • Organisatorische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Koordination und Absprache verschiedener Akteure bedarf
  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: mittelfristig (iMittelfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann mittelfristig, d. h. innerhalb von einigen Monaten oder Jahren umgesetzt werden, weil Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur mittelfristig veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Tätigung von Investitionen).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Bauordnung
  • Feuerwehr
  • Grünflächen
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Tiefbau
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesumweltamt
  • Ver- und Entsorgungsträger
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Verkehrsbehörde
  • Wasserverbände
  • Tiefbauunternehmen
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Verkehrsbehörde
  • Bauordnung
  • Feuerwehr
  • Grünflächen
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Tiefbau
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesumweltamt
  • Ver- und Entsorgungsträger
  • Wasserverbände
  • Tiefbauunternehmen
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau

Umsetzungsansätze

Einfacher Bebauungsplan

Die komplexen Bedingungen und die hohe rechtliche Bedeutung qualifizierter Bebauungspläne münden in differenzierte und enge Festsetzungen, die schon nach kurzer Zeit überholt sind. Einfache Bebauungspläne werden vor allem aus Gründen der Verfahrensvereinfachung oder auch aufgrund der hohen Komplexität bebauter Gebiete gelegentlich zur Überplanung bereits bebauter Gebiete aufgestellt und sind in verschiedenen Einsatzbereichen zur Anpassung an den Klimawandel denkbar (Neuaufstellung eines einfachen Bebauungsplans im bislang unbeplanten Innenbereich oder beplanten Außenbereich; Änderung eines qualifizierten Bebauungsplans durch einen einfachen Bebauungsplan). [mehr]

Baurecht auf Zeit, Städtebauliche Verträge

Steuerung der klimaangepassten, städtebaulichen Entwicklung und Ordnung am Beispiel von städtebaulichen Verträgen, Stadtumbaumaßnahmen und in Anwendung des Baurechts auf Zeit (zeitlich aufeinanderfolgende Nutzungen). [mehr]

Multifunktionale Flächennutzung

Multifunktionale Nutzung bedeutet eine zeitlich parallele mehrfache Nutzung einer Fläche für unterschiedliche Bodennutzungen. Zugleich wird im Gegensatz zum Konzept der temporären Zwischennutzung (etwa einer Brachfläche) auf ein dauerhaftes Nebeneinander mehrerer Nutzungen abgestellt. [mehr]

BauGB-Klimaschutznovelle

Die Klimaschutznovelle als städtebauliche Dimension der Klimaanpassung (Aufnahme der sogenannten Klimaschutzklausel), Klarstellung von unbestimmten Sachverhalten (Anpassung an und Schutz des Klimas ist damit eine städtebauliche Aufgabe). [mehr]

Indikatorengestütztes Monitoring

Um den Belangen der klimaresilienten Entwicklung das ihrer besonderen Bedeutung entsprechende Gewicht bei der planerischen Bewertung und Entscheidung zukommen zu lassen, bedarf es eines Kataloges von Qualitätszielen, die anhand von Indikatoren möglichst quantifizierbar sein sollen. Dabei liefern Qualitätsziele und Indikatoren Maßstäbe für die Zustandsanalyse, die Prognose, die Bestimmung des geplanten Zustandes, die Abschätzung von Planalternativen sowie für die Erfolgskontrolle und können somit integraler Bestandteil der Stadtentwicklung sein. [mehr]

Ansatz zur ökonomischen Bewertung: Das Fallbeispiel 'Niederschlagswassermanagement im Wohngebiet Richtericher Dell' (Aachen)

Für den Bereich des Niederschlagswassermanagements verdeutlicht das Beispiel des Wohngebietes 'Richtericher Dell' in Aachen die Möglichkeiten der ökonomischen Bewertung der planerischen Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit. Ziel ist es, die Retentionsflächen innerhalb der „grünen Fugen“ so klein wie nötig zu halten und die Dimensionierung der Infrastruktur zur Ableitung des Wassers zu optimieren. Die Nutzung von Gründächern und eine Beschränkung der Versiegelung von Garten‐ und Innenhofflächen werden in Betracht gezogen, um die dezentrale Versickerung zu befördern und damit auch Starkniederschlägen besser begegnen zu können. Die verschiedenen Maßnahmenbündel werden einer ökomischen Bewertung unterzogen.

Synergien und Konflikte

SynergienKonflikte
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzungen zum hochwasserangepassten Bauen verbunden werden
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzungen zum hochwasserangepassten Bauen verbunden werden
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzungen zum hochwasserangepassten Bauen verbunden werden
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzungen zum hochwasserangepassten Bauen verbunden werden
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzungen zum Wasserrückhalt verbunden werden
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzung von Hochwasserrückhaltebecken verbunden werden
  • Informationen über Hochwassergefährdung sind Voraussetzung für die räumliche Identifizierung von zu ertüchtigender Infrastruktur
  • Informationen über Hochwassergefährdung sind Voraussetzung für die Planung neuer Infrastruktur
  • Im Rahmen der Bürgerbeteiligung kann die Bevölkerung präzise informiert werden
  • Die Ertüchtigung der sozialen Infrastruktur und Festlegung neuer Entsorgungsanlagen ergänzen sich als Teile eines Risikomanagementkonzepts
  • Die Festlegung der Standorte für neue Entsorgungsanlagen kann mit Festsetzung zur sozialen Infrastruktur verbunden werden
  • Im Zusammenhang der Festsetzung von Entsorgungsanlagen kann die Festsetzung von Notwasserwegen erfolgen
  • In "klimagerechten" B-Plänen kann auch die Festsetzung von grundstücksnaher Regenwasserversickerung vorgesehen werden.
keine

Literatur

Clean Air Partnership (2007): Cities preparing for Climate Change - A study of six urban regions. Toronto.

Climate's Long-term Impacts on Metro Boston (CLIMB) (2004): Infrastructure Systems, Services and Climate Change: Integrated Impacts and Response Strategies for the Boston Metropolitan Area.

Dosch, F., Porsche, L., & P. Schuster (2008): Anpassung an den Klimawandel aus europäischer Perspektive. In: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 6/7. S. 381-394.

Greater London Authority (2008): The London climate change adaptation strategy - Draft Report. London.

Office of the Deputy Prime Minister (Hg.)(2004): The Planning Response. Advice on Better Practice. London. 

Satterthwaite, D., Huq, S., Pelling, M. et al. (2008): Adapting to Climate Change in Urban Areas. The possibilities and constraints in low- and middle-income nations. In: Human Settlements Discussion Paper Series, Theme: Climate Change and Cities - 1. International Institute for Environment and Development. London.

 

 

 

 

 

 

Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

Erlaubnisfreie Nutzungen von Grundwasser (§ 33 Abs. 2 WHG)