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Maßnahme Tec-K-03

Ertüchtigung Verkehrsinfrastruktur: Um das Ausmaß der Folgen von Niederschlägen zu minimieren, sollte der Straßenraum über eine V-förmige Gestaltung (bei Mischverkehrsflächen) und ansonsten Einführung von Hochbordsteinen als Rückhalteraum genutzt werden.

Art der Maßnahme:

  • Investive Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung mit direkten Ausgaben verbunden ist (entweder durch Investitionen oder durch die Einrichtung von Förderinstrumenten)
  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: langfristig (iLangfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann langfristig, d. h. innerhalb von einigen Jahren oder Jahrzehnten umgesetzt werden, weil erhebliche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme erhebliche Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur sehr langsam veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Veränderung der Siedlungsstruktur).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Feuerwehr
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Tiefbau
  • Wirtschafts- und Verkehrsförderung
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesumweltamt
  • Ver- und Entsorgungsträger
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Verkehrsbehörde
  • Wasserverbände
  • Tiefbauunternehmen
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Verkehrsbehörde
  • Feuerwehr
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Tiefbau
  • Wirtschafts- und Verkehrsförderung
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesumweltamt
  • Ver- und Entsorgungsträger
  • Wasserverbände
  • Tiefbauunternehmen
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau

Umsetzungsansätze

Einfacher Bebauungsplan

Die komplexen Bedingungen und die hohe rechtliche Bedeutung qualifizierter Bebauungspläne münden in differenzierte und enge Festsetzungen, die schon nach kurzer Zeit überholt sind. Einfache Bebauungspläne werden vor allem aus Gründen der Verfahrensvereinfachung oder auch aufgrund der hohen Komplexität bebauter Gebiete gelegentlich zur Überplanung bereits bebauter Gebiete aufgestellt und sind in verschiedenen Einsatzbereichen zur Anpassung an den Klimawandel denkbar (Neuaufstellung eines einfachen Bebauungsplans im bislang unbeplanten Innenbereich oder beplanten Außenbereich; Änderung eines qualifizierten Bebauungsplans durch einen einfachen Bebauungsplan). [mehr]

Baurecht auf Zeit, Städtebauliche Verträge

Steuerung der klimaangepassten, städtebaulichen Entwicklung und Ordnung am Beispiel von städtebaulichen Verträgen, Stadtumbaumaßnahmen und in Anwendung des Baurechts auf Zeit (zeitlich aufeinanderfolgende Nutzungen). [mehr]

Multifunktionale Flächennutzung

Multifunktionale Nutzung bedeutet eine zeitlich parallele mehrfache Nutzung einer Fläche für unterschiedliche Bodennutzungen. Zugleich wird im Gegensatz zum Konzept der temporären Zwischennutzung (etwa einer Brachfläche) auf ein dauerhaftes Nebeneinander mehrerer Nutzungen abgestellt. [mehr]

BauGB-Klimaschutznovelle

Die Klimaschutznovelle als städtebauliche Dimension der Klimaanpassung (Aufnahme der sogenannten Klimaschutzklausel), Klarstellung von unbestimmten Sachverhalten (Anpassung an und Schutz des Klimas ist damit eine städtebauliche Aufgabe). [mehr]

Synergien und Konflikte

SynergienKonflikte
  • Der Erhalt offener Wasserflächen und die Nutzung des Straßenraums ergänzen sich zur Optimierung der Retention
  • Die Schaffung offener Wasserflächen und die Nutzung des Straßenraums ergänzen sich zur Optimierung der Retention
  • Wasserrückhalt in der Fläche und die Nutzung des Straßenraums ergänzen sich zur Optimierung der Retention
  • Hochwasserrückhaltebecken und die Nutzung des Straßenraums ergänzen sich zur Optimierung der Retention
  • Informationen über Hochwassergefährdung sind Voraussetzung für die räumliche Identifizierung von Risikobereichen auch im Straßenraum
  • Informationen über Hochwassergefährdung sind Voraussetzung für die räumliche Identifizierung von Risikobereichen auch im Straßenraum
  • Risikokommunikation erhöht die Akzeptanz von umgestalteten Straßenräumen
  • Die Ertüchtigung der sozialen Infrastruktur und der Umbau des Straßenraumes ergänzen sich als Teile eines Risikomanagementkonzepts
  • Die Ertüchtigung der sozialen Infrastruktur und der Umbau des Straßenraumes ergänzen sich als Teile eines Risikomanagementkonzepts
  • Der Umbau des Straßenraumes und die Schaffung von Notwasserwegen ergänzen sich als Teile eines Risikomanagementkonzepts
keine

Literatur

Bizikova, Neale and Burton (2008): Canadian Communities' Guidebook for Adaptation to Climate Change. Including an approach to generate mitigation co-benefits in the context of sustainable development. First Edition. Environment Canada and University of British Columbia, Vancouver.

Bundesamt für Raumentwicklung, Bundesamt für Wasser und Geologie, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Hg.)(2005): Raumplanung und Naturgefahren (Empfehlungen). Bern.

Clean Air Partnership (2007): Cities preparing for Climate Change - A study of six urban regions. Toronto.

Dosch, F., Porsche, L., & P. Schuster (2008): Anpassung an den Klimawandel aus europäischer Perspektive. In: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 6/7. S. 381-394.

Greater London Authority (2008): The London climate change adaptation strategy - Draft Report. London.

Institute for Catastrophic Loss Reduction, Research and Analysis Division (Hg.) (2004): Background Paper on Disaster Resilient Cities. Ottawa.

London Climate Change Partnership (2007): London's Warming. London.

Office of the Deputy Prime Minister (Hg.)(2004): The Planning Response. Advice on Better Practice. London.

 

 

 

 

 

 

Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

keine gesetzliche Regelung auf EU- und Bundesebene vorhanden