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Maßnahme Ver-A-01

Siedlungsstruktur: Um Verkehre generell reduzieren zu können, muss das Leitbild der Stadt der kurzen Wege durch Nachverdichtung umgesetzt werden.

Art der Maßnahme:

  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig

Umsetzbarkeit: mittelfristig (iMittelfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann mittelfristig, d. h. innerhalb von einigen Monaten oder Jahren umgesetzt werden, weil Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur mittelfristig veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Tätigung von Investitionen).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Bauordnung
  • Hochbau
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Wirtschafts- und Verkehrsförderung
  • Immissionsschutz
  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.
  • Architektenkammer
  • Hafenmeisterei
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Wasser- und Schifffahrtsverband
  • Wasserbehörde
  • Verkehrsbehörde
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau
  • Wasserbehörde
  • Verkehrsbehörde
  • Bauordnung
  • Hochbau
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Wirtschafts- und Verkehrsförderung
  • Immissionsschutz
  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.
  • Architektenkammer
  • Hafenmeisterei
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Wasser- und Schifffahrtsverband
  • Landesamt für Verkehr und Straßenbau

Umsetzungsansätze

Einfacher Bebauungsplan

Die komplexen Bedingungen und die hohe rechtliche Bedeutung qualifizierter Bebauungspläne münden in differenzierte und enge Festsetzungen, die schon nach kurzer Zeit überholt sind. Einfache Bebauungspläne werden vor allem aus Gründen der Verfahrensvereinfachung oder auch aufgrund der hohen Komplexität bebauter Gebiete gelegentlich zur Überplanung bereits bebauter Gebiete aufgestellt und sind in verschiedenen Einsatzbereichen zur Anpassung an den Klimawandel denkbar (Neuaufstellung eines einfachen Bebauungsplans im bislang unbeplanten Innenbereich oder beplanten Außenbereich; Änderung eines qualifizierten Bebauungsplans durch einen einfachen Bebauungsplan). [mehr]

Baurecht auf Zeit, Städtebauliche Verträge

Steuerung der klimaangepassten, städtebaulichen Entwicklung und Ordnung am Beispiel von städtebaulichen Verträgen, Stadtumbaumaßnahmen und in Anwendung des Baurechts auf Zeit (zeitlich aufeinanderfolgende Nutzungen). [mehr]

Backcasting

Das „Backcasting“ (Zurückblenden) als Methode greift die normative Komponente der Szenarioentwicklung heraus, bei der die Frage gestellt wird, welche Entscheidungen notwendig sind, um ein bestimmtes Anpassungsziel zu erreichen. Es geht beim Backcasting weniger darum, Aussagen über mögliche zukünftige Zustände zu erhalten, sondern vielmehr darum, bereits jetzt gestaltend auf diese Zustände einzuwirken, indem die Umsetzbarkeit und Rahmenbedingungen von Strategiezielen abgebildet werden. [mehr]

BauGB-Klimaschutznovelle

Die Klimaschutznovelle als städtebauliche Dimension der Klimaanpassung (Aufnahme der sogenannten Klimaschutzklausel), Klarstellung von unbestimmten Sachverhalten (Anpassung an und Schutz des Klimas ist damit eine städtebauliche Aufgabe). [mehr]

Flächenkreislaufwirtschaft

Die Flächenkreislaufwirtschaft hat vorrangig und systematisch die Ausschöpfung der bestehenden Flächenpotenziale im Bestand zum Ziel und lässt nur unter bestimmten Bedingungen die Inanspruchnahme neuer Flächen zu. Die Ansätze zur Brachflächenaktivierung bzw. Rückbau/Renaturierung sind hinsichtlich ihrer Flexibilität unter sich ändernden Rahmenbedingungen wie dem Klimawandel zu diskutieren. Besondere Potenziale bieten sich vor allem im Hinblick auf Verlagerungen von Nutzungen oder die Suche nach alternativen Standorten. [mehr]

Konzept der sequenziellen Realisierung von Planinhalten

Das Problem der Schätzung von Wahrscheinlichkeiten künftiger klimawandelbezogener Ereignisse soll verringert werden, indem in der Planung nicht von einem einzigen wünschenswerten Endzustand ausgegangen wird. Es werden vielmehr eine Reihe suboptimaler möglicher Endzustände vorweggedacht, die nach einer initiierenden Entscheidung überhaupt noch erreichbar sind. Die weiteren Entscheidungsstufen werden offen gehalten und dann ausgeführt, wenn Dringlichkeit besteht bzw. die Unsicherheit der Informationen überwunden ist („Wenn-dann-Relationen“). [mehr]

Synergien und Konflikte

SynergienKonflikte
  • Eine verstärkte Innenentwicklung unterstützt das Leitbild der Stadt der kurzen Wege
  • Kompakte Strukturen helfen Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten
  • Stadt der kurzen Wege, Nachverdichtung und Nutzungsmischung zur Vermeidung zusätzlicher Verkehre
  • Eine verstärkte Innenentwicklung verringert die Flächenverfügbarkeit für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
  • Literatur

    Bart, I. L. (2009): Urban sprawl and climate change: A statistical exploration of cause and effect, with policy options for the EU. In: Land Use Policy

    Bauministerkonferenz (2007): Klimaschutz in den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. Berlin.

    European Environment Agency (2009): Ensuring quality of life in Europe's cities and towns.

    Greater London Authority (Hg. 2008): The London Climate Change Adaption Strategy. S. 99. London.

    Mukheibir & Ziervogel (2006): Framework for Adaption to Climate Change in the City of Cape Town.

     

     

     

     

    Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

    Räumliche Konzentration von Siedlungstätigkeit (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 ROG)
    Vorrang für Innenentwicklung und Wiedernutzung von Flächen (§ 1 Abs. 2 Nr. 6 ROG)
    Sparsamer Umgang mit Grund und Boden (§ 1a Abs. 2 BauGB)
    Bebauungspläne der Innenentwicklung (§ 13a BauGB)